Durch meine Erlebnisse habe ich mir FÜR MICH einige Gedanken zum Thema „Sicherheit“ gemacht.
Ich bin ein Späteinstiger beim Fliegen. Mein Gefühl für den Steuerdruck, die Länge der Steuerwege, die Lage der Kappe, … ist wenig ausgeprägt. Da zwischen den einzelnen Flugtagen ein Zeitraum von z.T. 3 bis 4 Wochen liegt, geht mir dieses geringe Gefühl immer wieder verloren.
Daher stellt sich für mich die Frage: Wie schaffe ich es, nach einer Flugpause dieses notwendige Gefühl zu bekommen. Ich möchte beim Fliegen reflexartig und dosiert handeln !
Überlegungen im Vergleich zu anderen Sportarten:
Bei jeder anderen Spotart läuft sich vor dem Start jeder Sportler warm oder spielt sich ein.
Ich bin aus dem Auto gestiegen und KALT an den Start gegangen !!! FÜR MICH eine totale Überforderung !!!
Die Gründe für ein Aufwärmen liegen auf der Hand: Erstens wird beim Aufwärmen das Feingefühl für die Bewegungssteuerung wieder ins Gedächtnis zurückgerufen. Zweitens wird die Reflexzeit verkürzt.
Mein Ziel ist: Ich möchte OHNE BEWUSSTMACHUNG REFLEKTORISCH auf die Flugsituation ANGEMESSEN antworten können.
Aus diesem Grunde habe ich Folgendes entschieden. Ich bin es meiner Freude am Fliegen und meiner Gesundheit schuldig, daß ich mich vor dem ersten Start an einem Flugtag durch Grundhandling aufwärme.
Diese oben gemachten Aussage treffen für mich zu !!
Andere Piloten, die schon lange Zeit fliegen, haben das Feingefühl für die Fliegerei viel stärker verinnerlicht als ich. Für sie ist Fliegen wie Radfahren.
Wie steht Ihr zum „Einfliegen“ am Boden??
es ist gut, dass du es dir alles so bewusst machst. Die Idee sich vor dem Start „warmzugroundhandeln“ ist prima, es geht aber leider in vielen Startplätzen nicht, oder wenn zu wenig Wind gibt.
Besser ist wirklich ständig am Ball zu bleiben. Gerade jetzt in den langen Sommermonaten kann man bis zum Teil 11:00 Uhr draussen sein, also bei jedem Wochentag ohne Regen machbar.
Ich betreibe es einfach als Sport, anstatt z.B. joggen zu gehen. Bei genug Windstärke geht es raus zum Groundhandeln. Wenn der Wind abflaut werden halt eben Vorwärtsstarts geübt. In Fischbek kann man sogar richtige Bergstarts üben,… die Möglichkeiten sind vielfältig.
Wenn manns häufig genug betreibt, dann kommt es automatisch. Am besten wäre natürlich jeden Tag fliegen zu gehen
irgendwie fängt man beim Fliegen immer wieder von vorne an. Da geht es nicht nur Dir so.
Ich mache auch in neuen Fluggebieten bzw. nach längeren Pausen gerne erstmal ein oder zwei Abgleiter. Es dauert eh immer ein wenig, bis ich mich wieder an große Höhe über Grund gewöhnt habe (jaja, Höhenangst!) und es muß ja auch nicht immer gleich der fünf Stunden Streckenflug sein (haha!)
Auf Lanzarote im März bin ich unterm Strich eigentlich gar nicht geflogen; in Mala nur einen Abgleiter und am Sandhügel ein ganz klein wenig bockiges Soaring, es war mir aber zu gruselig, drum hab ich es dann lieber sein gelassen; das Alternativ-Groundhandling hat mir auf keinen Fall geschadet.
Jetzt, später im Jahr, machen mir Höhe und bockige Bedingungen nix mehr aus und ich bin zwischenzeitlich längst (anderswo) auf meine Kosten gekommen.