Sowohl in Neustadt-Glewe als auch in Intzehoe haben die Platzhalter bzw. -betreiber dringend darum gebeten, dass Drachen- und Gleitschirmflieger auch im Flug über das Geschehen am Platz, insbesondere die Aktivitäten der Springer, informiert sind.
Rechtlich brauchen wir Drachen- und Gleitschirmflieger zwar keinen Betriebsfunk mitzuführen, die Platzhalter bzw. -betreiber können dies jedoch in den Nutzungsvereinbarungen verlangen.
Schließlich dient eine Hörbereitschaft am Platz vor allem aber auch unserer eigenen Sicherheit.
Seit fast 2 Jahren werden verschiedene, möglichst preiswerte Lösungen im Verein diskutiert, z.B. die Nutzung von ‚Scannern‘, mit denen man nur hören, aber nich senden kann, oder die Übermittlung von Nachrichten der Platz-Info über den Startleiter per PMR- oder LPD-Gerät, über dass evtl. gleichzeitig die Verbindung zwischen Start und Winde hergestellt wird.
Der Verein (Vorstand) möchte noch in diesem Frühjahr zu einer Empfehlung bzw. Lösung kommen und ruft hiermit seine Mitglieder und andere auf, uns ihre Erfahrungen und Ansichten über dieses Forum mitzuteilen.
Ich finde eine Hörbereitschaft gut und sinnvoll.
Allerdings halte ich eine Hörbereischaft bei der Flugplatz Frequenz als fraglich (obwohl ich bereits ein Scanner habe). Man bekommt einfach zu viel Information, die für uns nicht relevant ist. Irgendwann hört man deshalb nicht mehr richtig zu (und schon gar nicht, wenn man dabei ist in 100m eine Thermik zu zentrieren).
Besser (und auch sicherer) fände ich die Übermittlung der wichtige Information per PMR (habe auch schon zwei Geräte ;), dann weiss man, wenn da was kommt, muß man die Ohren spitzen-> und man kann auch nachfragen (z.B.: Muss ich hier weg?)
Entscheidend dabei ist, dass man im Vorfeld zusammen mit dem Platzhalter definiert welche Informationen nun wichtig und relevant sind.
Das einzige ist, dass der Startleiter mehr Arbeit und Verantwortung aufgedrückt bekommt…
Ich kann nur dringend empfehlen für die Hörbereitschaft selbst zu sorgen und nicht über einen dritten, der evt. abgelenkt ist oder dessen PMR oder was auch immer gerade nicht funktioniert. Wer wie ich den Platzverkehr selbst mithört bemerkt auch einen Ausfall seiner Hörbereitschaft und kann entsprechend handeln!
Grüsse vom Sicherheitsreferenten Helmut Wilms
Ich bin zwar (noch) kein Hamburger Drachenflieger, stimme Helmut aber ohne wenn und aber zu. Ich habe zu oft Ausfälle von PMR und LPD erlebt und zwar meistens dann, wenn man sie dringend braucht. Und wir alle wissen, wie schnell es beim Schleppbetrieb passieren kann, dass eine Meldung mal untergeht.
Bei Conrad gibt es einen sehr kleinen handlichen Scanner unter 100 Euro, mit dem man den Flugfunk abhören kann.
Stimmt, auf den Flugleiter ist meistens kein Verlass
Im Bezug auf die Technik, habe ich mit dem Scanner keine prickelnde Erfahrungen gemacht. Der Empfang ist nicht wirklich gut und manchmal sind irgendwelche Radiosender besser zu hören als das eigentliche Flugplatzgeschehen… Zumindest mit einem von diesen günstigen Geräten unter 100€, die ich gekauft habe…
Ich bin für die Übermittlung von wichtigen Nachrichten über Rauchsignale, so kann man zusätzlich die Windrichtung einschätzen und die Technik kann nicht ausfallen
Ich möchte als UL-Pilot, der ja immer mitbekommt was am Funk so los ist, den Beitrag von Helmut Wilms voll unterstützen.
Es geht ja unter anderem um Haftungsfragen, wenn was passiert und die Versicherung nicht zahlen wird, wenn es z.B. zu einer Kollision im Platzrundenbereich mit einem anderen Flieger oder einem Fallschirmspringer kam, weil der betreffende Drachenpilot nicht am Platzfunk war. Die Versicherung wird doch sofort grobe Fahlässigkeit ausmachen, um nicht zu zahlen.
Kommt dann vielleicht der Startleiter für den Schaden auf, weil er den
anfliegenden Verkehr nicht richtig weitergemeldet hatte.
Der Startleiter soll mit voller Verantwortung für sichere Starts sorgen. Dabei gibt es oft schon genug „Ablenkungen“.
Theoretisch müßte er dann auch noch alle Drachenflieger, auch die, die sich nicht im unmittelbaren Schleppbereich bewegen, beobachten und Ihnen als „Relaistation“ die Informationen vielleicht noch „gefilter und selektiv“ zukommen lassen.
Denkt doch auch mal an Eure eigene Sicherheit!!!
Es ist schon eine sehr wichtige Information, wenn man sich, wie meistens,
im unmittelbaren Platzbereich in 200-300m Höhe einen Bart ausbuddeln will, und andere Segel- oder Motorflieger melden Ihre Position und Absichten an.
Beim Windenschlepp könnten sogar Info´s über den Startleiter an die Winde übermittelt werden.
Als UL-Schlepppilot hätte ich auch gern eine Verbindung mit dem geschleppten Drachenflieger. Wenn man da vor auf dem Bock sitzt, helfen schon manchmal 2 oder 3 Worte am Funk um den Schlepp sicherer zu gestalten.
Hallo Peter, ich als (an)geschleppter Drachenflieger würde natürlich auch eine Verbindung zum Schlepppiloten begrüssen. Nur bräuchte ich dazu sicherlich eine Flugfunke und die entsprechende Erlaubnis dazu. Allerdings denke ich, werden sich die anderen Piloten bedanken, wenn auf der Platzfrequenz die Abstimmung eines Drachenschlepps erfolgt.
Zur Hörbereitschaft gibt es meiner Meinung nach keine Alternative zum eigenen Empfang des Flugfunks.