"Abfliegen" OK

Nachdem wir den schönen Sonnabend im „finsteren Kämmerlein“ bei
der Regio.-Versammlung vertan haben, wobei Michi uns mit seiner
„Bigband“ mit gehobenem Musikgenuss versorgte, ging es am Sonntag so richtig los. Das Wetter, wie vor drei Wochen, der Zulauf noch größer. Es
sah nach einem Tag aus, der alle Hoffnungen erfüllen würde. Wenn, ja
wenn der technische Fehlerteufel nicht so erbarmungslos und oft zuge-
schlagen hätte. Seil neben Azimuthrollen, Seilrisse, Sollbruchstellen,
Schäkelbruch, Schleppgeschirr am Moped, aufschaukelnder Schlepp. Es gab fast nichts, was es nicht geben sollte. Das führte zu langen Zwangs-
pausen. Es wurden nur 26 Schlepps ( 42 am 23.9.) geschafft. Trotzdem
gelangen längere Thermikflüge ( Dietrich, Gabi-Strecke bis Evendorf,
Bernd, Olaf). Gerne hätte ich mir auch so einen Bart geschnappt. Die
Sondertätigkeiten bewirkten, dass mein Helm in der Reihe sehr weit
hinten lag. Endlich mal dran, war mein Varioakku leer, dann Soll-Bruch,
Reißverschlussbändsel reißt aus der Führungsöse, na, denn prost!
Unser freiwilliger WF., Hans-Peter, hatte mit seinen neu erworbenen
Fähigkeiten den ganzen Tag zum Eingewöhnen in das „Geschäft“ genutzt.
So hatte er auch reichlich Gelegenheit, alle Sondertätigkeiten zur
Fehlerbeseitigung zu trainieren. Wenigstens hatte der Fehlerteufel die
Finger von den Pilotinnen und Piloten gelassen. Es gab keinen Bruch und
keine Verletzungen.
Ein selten gewordener Pilot, der zwischenzeitlich sehr mit Nachwuchs-
erzeugung zu tun hatte, war mit Familie gekommen. Leider konnte Lars
nicht mehr unter dem Exxtacy hängen, weil seine Kleinen noch nicht so
viel Geduld zum Warten haben. Einen motorisierten Silent Glider hatten
wir auch zu Besuch. Leise schnurrend machte Peter einen ausgedehnten
Vorbeiflug in geringer Höhe.
Der Abend wurde im Gasthof zum essen, trinken und klönen genutzt.
Was für ein spannendes Abfliegen.
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Auf jeden Fall wissen wir jetzt, was wir an unserer Technik in Hörpel verbessern können und werden.
Und wir konnten eine der wichtigsten Chraktereigenschaften für das Fliegen üben: Geduld zu haben.
Dennoch waren alle zufrieden.
Etwa 20 Flieger, ich glaube, das war Rekord für Hörpel.
Und Hörpel überzeugte wieder einmal durch seinen besonderen Charm.
Danke an Hans-Peter Horn, der durch seinen Windeneinsatz Diskussionen zu ‚wer geht denn jetzt mal auf die Winde‘ erübrigte.

Damit klang eine trotz des schlechten Sommers erfolgreiche und für uns unfallfreie Saison erst einmal aus. Helmut Wilms wurde Weltmeister der Senioren bei den Starren.
Zu bedauern bleibt natürlich der Unfall mit dem Dragonfly in N-G. Aber auch hier hätte es viel schlimmer kommen können.

Mal sehen, was der Herbst jetzt noch bringt.