Ich war zunächst skeptisch. Soll ich im Winter bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zum Fliegen zu gehen? Aber die Sonne schien am frühen Morgen. Und es war windstill. Also ließ ich mich einfach darauf ein.
Die wichtigsten Personen, die EWF’s. Ingo H. und Horst P., kamen gleich im Doppelpack, um Andreas E. an der Winde auszubilden. Total toll !! Ingo saß auf der Winde und Horst stand am Start. Horst konnte durch seine exakte Beobachtung am Start über Funk wichtige Detailinformationen liefern.
Als Piloten fanden sich noch Andreas N., Hanno H., Hans Joachim Sch., Jörg J., Peter V. ein. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten - wegen der hart gefrorenen Maulwurfshügel und des fehlenden Lapo - ging es anschließend reibungslos und total zügig. Für mich ist es eine Freude, dabei sein zu dürfen, wenn man etwas Sinnvolles in der Gemeinsamkeit tut. Und weil das ganze Team aufmerksam und umsichtig handelte, war meine Freude noch größer.
Wenn der Lapo anrollte, STANDEN schon ZWEI Leute genau an der STELLE bereit, an der die Seile abgenommen wurden. Der Lapo fuhr vor oder nach dem ERSTEN Seil los. Ein Pilot stand TOTAL startbereit, noch bevor der Lapo hielt !! Der zweite Pilot war in Warteposition. Der Startleiter hatte schon die Funke in der Hand und meldete den Piloten an, noch BEVOR er am Seil war. Das ging raz - faz !!! Aber ohne jede Hektik !! Das war toll !!
Ebenso toll war auch Peter V., als er seinen riesigen Kocher anschmiß und alle zu einem Hot - Dog mit allem Drum und Dran einlud. Danke Peter !!
Ingo und Andreas haben einen Bären - Job gemacht. Man hat gar nicht gemerkt, daß jemand ausgebildet wurde. Hoffentlich kann ich nächstes Mal wieder dabei sein.
Ich hatte Angst, daß ich bei einem so langen Aufenthalt im Freien bei unter 0 Grad frieren werde. Kein Stück. Durch die ständige Aktivitäten war man immer in Bewegung. Das war total o.k.
Und nun zum Fliegen:
Das war für mich ein Flugtag mit dem größten Lernerfolg. Die schnelle Startfolgen bieten natürlich ideale Voraussetzungen zum Lernen !!! Durch die kurze Pause zwischen den Flügen erinnert man und spürt man noch gut die Steuerbewegungen, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Fliehkräfte,… und kann so dosiert die Bewegungen überarbeiten. Genial !!!
Der letzte Flug in der Abenddämmerung war mein spezieller Genußflug. Nach dem Ausklinken lehnte ich mich relaxt zurück, ließ die Steuerleinen los und verschränkte die Arme vor der Brust. Die vielfältige Landschaft war grandios. Auf der einen Seite funkelte die Lichterkette der Autos auf der Autobahn, auf der anderen Seite spiegelte sich der Abendhimmel in der Seenlandschaft neben dem Kanal, usw. Erst kurz vor der Landung nahm ich die Steuergriffe in die Hand.
Das war ein total toller Flugtag. Ich freue mich schon auf den nächsten Flugbetrieb in der „Winterpause“.
Immer heile Landungen wünscht Euch
Piet