Flatlands Spezial / Neustadt-Glewe

Der Wettbewerb hatte für mich besondere Überraschungen bereit. Nicht in Sachen Meriten, die haben andere Piloten eingeheimst.
Dass uns häufige Gewitter am Boden hielten, betraf ja alle. Mein Flug beim ersten Task dauerte flotte 15 Minuten. Kein brauchbarer
„Bart“ in meiner Nähe. Die Verzweiflungstat, eine hoffnungsvolle Wolke zu erreichen, ließ mich in fast Rufweite zum Platz auf einem
krautigen Acker landen. Es bekräftigte meinen Wahlspruch: „Man soll den Flug nicht vor dem Acker loben.“ - Das rechte Trapez-Seitenrohr
war geknickt. Reichlich weit von Dennewitz und Straßen, raffelte ich meine Utensilien zusammen und ging in den Ort. Im Lokal
„Zum Grafen Bülow“, wurde mir ein Fahrrad geliehen (das ist wirklich wahr!) Es fuhr mit 3-Gang-Schaltung schnell zum Platz, dort habe
ich meine GPS-Aufzeichnung abgeliefert und bin gleich mit dem Auto samt Fahrrad zurück, den Drachen zu holen. Um die Schlepperei
auf dem Acker zu verkürzen, bin ich am Feldrain entlang, in einen kleinen Wald gefahren. Nicht sehr weit und es ging nicht mehr vor,
oder zurück.Die Räder freizuschaufeln, war erfolglos. Nach ca. 90 Minuten erkannte ich, daß im hohen Gras ein Baumstumpf verborgen
war, der zwischen Ölwanne und vorderm Querträger steckte. Mit dem Hammer die morsche Rind zu bearbeiten war von magerem Erfolg
gekrönt. Es wurde Nacht, ich legte mich schlafen. Morgens um 6 Uhr waren sieben Ballöner am Himmel und nach dem Frühstück bin ich
los, Hilfe zu holen. Die Friedhofsgärtnerin lieh mir eine Astsäge und eine Schaufel. Damit rackerte ich mich an dem Stumpf ab. Nach
geraumer Zeit erschien sie mit einem Mann samt Trecker. Der schaffte es gerade mit dem Frontlader den Wagen über den Stumpf zu
heben. Das war mein ganz unverhofftes Geburtstagsgeschenk. Mit einem Schein zum Dank, verabschiedete ich meine Helfer. Der Rest
war Routine. Am Platz erkannte ich die stark verbeulte Ölwanne und die sich ausbreitende Öllache. Die Schrauben nachziehen hatte das
Tröpfeln reduziert. Es war Freitag und eine Einschätzung von der Autowerkstatt am Ort und von Jürgen am Telefon, brachte mich nicht
weiter. Der offensichtlich gute Flugtag war nicht für mich gemacht.
Es ist spät. Die Fortsetzung meines Romans folgt…!

Hajo, was für eine Story, bin auf die Fortsetzung gespannt. L.g. Andreas

Hi du , nun bist du ja fast schon wieder Zuhause. Ölwanne wird bestellt und montiert! So ein Geburtstag !

Wenigstens hat das mit dem Fahrrad funktioniert :wink: